Das trimediale Kinderprogramm Zambo erhält vom Publikumsrat SRG Deutschschweiz gute Noten. Er findet es gut gemacht, vielseitig und ansprechend präsentiert. Einzig die Serien vermögen den Publikumsrat nicht zu überzeugen, wie er am Montag mitteilte.
Zambo gibt es seit 2010. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren - früher wurden die 6- bis 13-Jährigen angesprochen. Die Sendungen auf SF1 und DRS1 werden ergänzt durch eine Zambo-Internetseite. Der Publikumsrat lobt die Einengung der Zielgruppe. Damit werde Zambo fassbarer und zielgerichteter. Der Spagat, den die Altersspanne noch immer nötig mache, gelinge "gar nicht schlecht." Die drei Medien ergänzten sich gut.
Die Sendungen als solche beurteilt der Publikumsrat als handwerklich gut produziert und vielfältig. Die Moderation sei "sympatisch, kindgerecht, ungekünstelt und kompetent". Die Beiträge seien spannend und dynamisch, die Einheitlichkeit des Erscheinungsbild in allen drei Medien falle positiv auf. Nicht überzeugt ist der Publikumsrat von den Serien. Die Eigenproduktion "Best Friends" stempelt er ab als "übertrieben, vorhersehbar und klischeehaft". Besser weg kommt die eingekaufte Serie "Dance Academy". Besonders gefällt dem Rat aber die Wiedereinführung des "Guetnachtgschichtli" für die Kleinen.
Als gelungen beurteilt der Publikumsrat das Radio-Spezialprojekt "Buongiorno Svizzera". Zwei Wochen lang berichtete DRS3 über das Tessin und die italienischsprachigen Gebiete Graubündens. Solche Einblicke in andere Landesteile wünscht sich der Publikumsrat auch ausserhalb von Spezialwochen, wie er in der Mitteilung schreibt.
Die Themenpalette war vielfältig, der dazugehörige Internetauftritt überzeugend, die Moderation sympathisch und kompetent. Geglückt sei namentlich die Rollenaufteilung zwischen Nik Thomi als "unwissender Tourist" und Pamela Niggli als Gastgeberin und Übersetzerin zwischen den Kulturen. (sda)

