Der parteilose Toni Stadelmann hat beim Presserat Beschwerde gegen TeleZüri eingereicht. Der Grund: Der Zürcher Stadtratskandidat wurde nicht zum Kandidaten-Podium im "TalkTäglich" vom Montag eingeladen, wie der 62-Jährige in einer Mitteilung kritisiert. Angesichts der Quasi-Monopolstellung auf dem Platz Zürich sei es angezeigt, auch ihn an der Diskussion teilnehmen zu zu lassen. Eine Einladung erhielten aber nur die drei Kandidaten Marco Camin (FDP), Daniel Hodel (GLP) und Richard Wolff (AL).
Wie Claude Winet, stellvertretender Chefredaktor, auf Anfrage sagte, lädt TeleZüri nur Kandidierende ein, die einer Partei angehören. Diese Praxis werde seit Jahren so gehandhabt und sei von der Ombudsstelle in einem früheren Entscheid auch gestützt worden.
Presserat: Kein Anrecht auf Berichterstattung
Es ist nicht das erste Mal, dass Stadelmann an den Presserat gelangt - genauso wie es auch nicht sein erster Anlauf in ein politisches Amt ist. 2011 kandidierte er erfolglos für die Zürcher Ständeratswahlen und wurde dabei vom "Tages-Anzeiger" und der "Neuen Zürcher Zeitung" ignoriert. Die Zeitungen beschränkten sich in ihrer Berichterstattung auf Verena Diener (GLP), Felix Gutzwiller (FDP) und Christoph Blocher (SVP). Der Presserat entschied damals, dass Medien nur über Einzelkandidaturen berichten müssten, wenn sie eine realistische Wahlchance hätten. (sda)
04.02.2013
TeleZüri
Stadtratskandidat Stadelmann reicht Beschwerde ein
Zürcher Stadtratskandidat wurde nicht zum Kandidaten-Podium eingeladen.
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