Da viele der neuen Gratisblätter auf Strassen und Plätzen weggeworfen werden, entstehen den Städten zusätzliche Reinigungskosten. Jetzt fordern die Städte eine vorgezogene Abfallgebühr von den Verlegern der Gratisblätter.
"Die Vermüllung der Städte durch die Gratiszeitungen in den Schweizer Städten wird immer grösser", sagte Urs Geissmann, der Direktor des Schweizerischen Städteverbands, am Mittwochabend in der Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens.
Heute werde ein grosser Teil der Entsorgung nicht etwa von den Verursachern, sondern von den Steuerzahlern bezahlt. Jetzt brauche es neue Lösungsansätze. "Wir gehen von rund zwei Rappen Entsorgungsgebühr pro Exemplar aus", sagte Geissmann. Er hoffe auf ein freiwilliges Einlenken der Verleger.
Das Verlagshaus Tamedia, das zusammen mit den Verlagen von "Basler Zeitung" und "Berner Zeitung", Verleger der Gratisblätter "20 Minuten" und "News" ist, lehnt die Forderung ab: "Wir tragen schon jetzt aktiv zur Lösung des Abfallproblems bei", erklärte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer in der TV-Sendung. (sda)

