10.03.2008

"Der Spiegel"

Stefan Aust geht mit Millionen-Entschädigung

Chefredaktor und Verlag einigen sich aussergerichtlich.

Stefan Aust verlässt den Spiegel-Verlag mit sofortiger Wirkung. Zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt es nicht. Der Verlag und der langjährige Chefredaktor der Nachrichtenmagazins haben sich aussergerichtlich geeinigt, wie von den beteiligten Parteien bestätigt wurde. Aust scheidet mit sofortiger Wirkung aus. Seit Anfang Februar ist er schon freigestellt. Zu Details der Vereinbarung wollten sich beide Seiten nicht äussern. Nach Medienberichten geht es um eine Abfindung in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro.

Der Einigung vorausgegangen war ein medienwirksamer Schlagabtausch: Austs Vertrag war im November 2007 nicht über Ende 2008 hinaus verlängert worden. Die Mitarbeiter KG, welche beim Spiegel-Verlag über eine knappe Mehrheit verfügt, hatte eine Neubesetzung an der Redaktionsspitze verfügt, um eine Verjüngung an der Spitze und eine Modernisierung des Blatts zu erreichen. Aust kündigte darauf hin an, Klage einzureichen. Der 61-Jährige stand der Redaktion des "Spiegel" 13 Jahre lang vor und hielt den Titel stabil bei einer Millionen-Auflage.


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