Ringier stösst seine Minderheitsbeteiligung an Teleclub ab. Dies vermeldet das Schweizer Medienhaus am Mittwoch. Die Portfolio-Bereinigung im Zuge der Reorganisation des Entertainment-Bereiches erfolge per Ende September, heisst es. Ringier hatte eine Minderheitsbeteiligung von 33.3 Prozent des Schweizer Pay-TV-Anbieters inne. Auf die Frage nach dem Grund für diesen Schritt, sagt Unternehmenskommunikationschef Edi Estermann auf Anfrage von persoenlich.com: "Der Verkauf der Anteile erfolgt im Zuge der Reorganisation und Portfolio-Bereinigung des Entertainment-Bereiches".
In der Mitteilung heisst es weiter, Fernsehen bleibe für Ringier ""aber auch weiterhin ein Thema von strategischer Bedeutung". Welche Bereiche bleiben denn noch, wenn doch Ringier im letzten Jahr die Projekte PresseTV und WebTV beendet hat? "TV bleibt für das Ringier-Portfolio eine ideale Ergänzung. Wir schliessen deshalb nicht aus, dass TV in einer passenden Form wieder zum Thema werden wird. Ringier webTV wurde im übrigen nicht beendet, sondern ist neu beim Blick Newsroom angesiedelt", sagt Estermann.
Mit dem Erwerb des Aktienanteils von Ringier wird die Teleclub AG eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der CT Cinetrade AG, welche schon bis anhin zwei Drittel der Anteile besass. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Teleclub wurde 1982 in der Schweiz gegründet und zeigt auf seinen Sendern ein umfangreiches Spielfilmprogramm, unter anderem jährlich 360 Kinofilme als TV-Premieren, TV-Serien- und Dokumentationskanäle sowie über 4000 Sport-Events. 1988 übernahm Ringier 20 Prozent des 1982 von der Rediffusion gegründeten Teleclubs. 2002 - nach der Insolvenz von Leo Kirch - wurde der Anteil auf 33,3 Prozent aufgestockt. (pd/eh)

