09.05.2012

"Tages-Anzeiger"

Stellt Split-Ausgaben ein

Neues Konzept führt zu 10 Kündigungen.

Der "Tages-Anzeiger" bezieht ab Anfang Juni keine lokalen Meldungen mehr von den Regionalzeitungen "Zürcher Oberländer", "Zürcher Unterländer" und "Zürichsee-Zeitung". Er stellt zugleich die vier regionalen Split-Ausgaben ein.

Die Split-Ausgaben Rechtes Seeufer, Linkes Seeufer, Unterland und Oberland werden im Bund Zürich und Region zusammengefasst wie das Medienunternehmen Tamedia am Mittwoch mitteilte. Damit soll der "Tages-Anzeiger" wieder vermehrt seine Rolle als führende überregionale Tageszeitung mit starker Verankerung inder Stadt Zürich wahrnehmen. Die Einstellung der 2006 lancierten Split-Ausgaben führt laut Tamedia voraussichtlich zu 4 Kündigungen in der Stadt- und Regionalberichterstattung. Diese soll neu 27 Mitarbeitende umfassen.

Zudem verpasst Tamedia dem "Zürcher Unterländer" im Verlauf des Sommers ein neues redaktionelles Konzept. Künftig soll der Fokus noch stärker auf der lokalen und regionalen Berichterstattung aus den Gemeinden des Zürcher Unterlands liegen.Durch eine Zusammenarbeit mit der "Zürichsee-Zeitung" in verschiedenen Servicebereichen sollen die Verluste abgebaut und mehr Ressourcen für redaktionelle Leistung freigestellt werden. Die Neuausrichtung führt beim "Zürcher Unterländer" und bei der "Zürichsee-Zeitung" zu 6 Kündigungen. Davon sind 5 Mitarbeitende in Servicebereichen tätig.

Mit diesen Schritten gebe die Mediengruppe Tamedia ein Bekenntnis zu zwei unabhängigen Zeitungsangeboten im Raum Zürich ab, heisst es in der Mitteilung weiter. Basierend auf den positiven Erfahrungen mit zwei unterschiedlich ausgerichteten Tageszeitungen im Raum Bern stärke Tamedia damit den Wettbewerb zwischen den eigenständigen Redaktionen. (sda)


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