Ringier hat bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen unbekannte Täter eingereicht, heisst es in einer Mitteilung. Grund dafür sind gefälschte Werbeanzeigen, die in sozialen Medien wie Meta und X das Erscheinungsbild von Ringier-Medien, insbesondere des Blicks missbräuchlich verwenden.
Die Anzeigen beinhalten manipulierte Videos und Interviews, in denen bekannte Persönlichkeiten und Politiker für Geldanlagen werben. Die Scams werden laut Ringier mit moderner Technologie erstellt, um Stimmen und Gesichter von Prominenten zu imitieren. Hinter den Aktionen stünden kriminelle Organisationen.
32'000 Franken an Betrüger verloren
Trotz mehrfacher Warnung und Kontaktaufnahme mit den Anbietern von Internet Adressen, fallen noch immer Nutzer auf die Betrügereien herein und verlieren dabei zum Teil hohe Geldsummen. Blick nennt einen konkreter Fall, in dem eine Person 32'000 Franken verlor, nachdem er ein Fake Ad au Instagram gesehen hatte.
Die Strafanzeige führt mehrere Delikte auf, darunter die Beteiligung an einer kriminellen Organisation, Geldwäscherei, gewerbsmässigen Betrug wie auch Identitätsmissbrauch. «Wir haben es mit einer professionell orchestrierten Betrugsmasche zu tun», so Rechtsanwalt Tobias Schaffner von Niedermann Rechtsanwälte. Zuerst würden Marke und Identität missbraucht, um bei den Opfern Vertrauen zu gewinnen, dann würden diese telefonisch unter Druck gesetzt, bis sie die Zahlungen überweisen.
Social-Media-Unternehmen sollen Verantwortung zeigen
Mit der Anzeige möchte Ringier zudem bezwecken, dass Social-Media-Unternehmen wie Meta ebenfalls Verantwortung übernehmen. «Sie verfügen über die technischen Möglichkeiten, um solche Fake-Anzeigen zu erkennen und zu verhindern», so Ringier-Rechtsanwalt Serafin Oberholzer. (pd/awe)

