03.03.2013

"Weltwoche"

Strafanzeige im Zusammenhang mit Polizeifotos von Res Strehle

Ermittlung wegen Amtsgeheimnisverletzung.
"Weltwoche": Strafanzeige im Zusammenhang mit Polizeifotos von Res Strehle

Die Kantonspolizei Zürich hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige eingereicht. Dabei geht es um Fotos des Polizei-Erkennungsdienstes, welche die "Weltwoche" vor drei Wochen publizierte. Laut Corine Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, erfolgte die Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung: "Sie wurde der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Bearbeitung zugewiesen", sagt Bouvard der "NZZ am Sonntag". Vor der Anzeigeerstattung führte die Kantonspolizei eine interne Untersuchung durch, um das Leck zu orten. Zu den Resultaten will sie sich nicht äussern.

Offen bleibt damit auch, ob die Fotos erst kürzlich oder schon vor Jahren entwendet wurden. Die Negative wurden vor einiger Zeit dem Staatsarchiv übergeben, dort wurde indes nur eines davon aufbewahrt. Die publizierten Bilder wurden vor gegen dreissig Jahren aufgenommen, zwei davon entstanden nach der Räumung eines besetzten Hauses am Stauffacherplatz. Eines zeigt Res Strehle, den heutigen Chefredaktor des "Tages-Anzeigers". Die "Weltwoche" brauchte es als Illustration eines Artikels, in dem sie ihm vorwirft, in jungen Jahren Kontakte zu linksextremen Kreisen gepflegt zu haben.

Bei einer anderen Foto unterlief der "Weltwoche" eine Verwechslung: Sie zeigt nicht den im Text namentlich genannten Bombenleger, sondern einen Hausbesetzer mit ähnlichem Namen. Strehle und die verwechselte Person erwägen rechtliche Schritte gegen das Blatt. (NZZaS)


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