Der Kabelfernsehverband Swisscable kritisiert die neue Eigentümerstruktur des Senders Teleclub. Gegenüber der "Schweiz am Sonntag" spricht Swisscable-Geschäftsführerin Claudia Bolla-Vincenz von einer "Feigenblattkonstruktion". Die Swisscom will den Film- und Sport-Sender in eine Gesellschaft auslagern, die nur noch von einem Drittel von der Firma Cinetrade gehalten wird, an der die Swisscom künftig die Aktienmehrheit besitzt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Swisscom als Staatsunternehmen nicht auf den Fernsehsender Einfluss nehmen kann, wie das von der Bundesverfassung gefordert wird.
Bolla-Vincenz verweist allerdings darauf, dass die wichtigen Sportrechte des Teleclubs künftig bei der Swisscom-Tochter Cinetrade liegen und die neue Teleclub-Firma nicht frei darüber verfügen könne. So kann die Swisscom alleine bestimmen, welche Fussballspiele exklusiv bei Swisscom-TV gezeigt werden und welche im normalen Programm des Teleclubs. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die neuen Teleclub-Aktionäre Strohmänner der Swisscom seien. (SaS)

