Swissprinters richtet sich künftig am Standort Zofingen konsequent auf die industrielle Produktion im Kerngeschäft Druck aus. Infolgedessen verlagert der Mediendienstleister einen Teil des Fertigungsbereichs vom benachbarten Strengelbach nach Zofingen. Auf Leistungen ausserhalb des definierten Kerngeschäfts verzichtet das Unternehmen künftig, zumal die dafür benötigten Anlagen am Ende ihres Lebenszyklus stehen. Im Zuge dessen baut Swissprinters bis Ende des Jahres 28 Vollzeitstellen in den Bereichen Lettershop, Laserdruck, Lagerung und Fullfillment ab. Der Betrieb in Strengelbach wird geschlossen, die Liegenschaft steht zum Verkauf. Die Entlassungen finden unter Einhaltung der gesetzlichen Mitwirkung statt. Für die betroffenen Mitarbeitenden besteht ein Sozialplan.
Mit der Konzentration auf ihre Kompetenz in der industriellen Druckproduktion, insbesondere von Periodika, Katalogen, Broschüren und Beilagen, setzt Swissprinters den Fokus auf den Rollenoffsetbetrieb und die Erhöhung der Produktivität durch Automatisierung. Alfred Wälti, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Swissprinters AG: "Der extreme Konkurrenzdruck, verstärkt durch die momentane Währungssituation, führt zu ungenügenden Ergebnissen der Gruppe. Mit einer klaren Positionierung und Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen in der industriellen Druckproduktion steuern wir dem entgegen. Dass dies mit einem Stellenabbau verbunden ist, bedauern wir sehr."
Swissprinters ist mit rund 1'000 Mitarbeitenden die grösste Gruppe der grafischen Industrie in der Schweiz. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Medienhäuser Ringier, NZZ und Edipresse. Swissprinters produziert an den Standorten Zofingen, St. Gallen, Zürich und Lausanne. Die Mediengewerkschaft syndicom teilte am Abend mit, Hauptbesitzerin Ringier müsste eigentlich die Mittel habe, Entlassungen zu vermeiden. In einem so grossen Unternehmen wie Swissprinters mit 1000 Beschäftigten müsste es möglich sein, allen Betroffenen eine Stelle zu garantieren. Eine seriöse Prüfung sei darum angezeigt.

