Nach der breiten Medienberichterstatttung zu den unklaren Eigentums-Verhältnissen bei der "Basler Zeitung" (BaZ) und dem Rücktritt von Moritz Suter (persoenlich.com berichtete), meldeten sich am Dienstag auch Syndicom, Schweizer Syndikat Medienschaffender und impressum zu Wort. Die drei Organisationen der Medienschaffenden fürchten, das traditionelle Verlagshaus drohe als Basler Unternehmen zu verschwinden. Ausserdem sei die Unabhängigkeit der Basler Medien bedroht. "Wenn einer der reichsten Schweizer, der auch Vizepräsident der grössten Partei ist, beginnt Medien aufzukaufen, dann sind wir auf dem Weg zu "Berlusconi-Verhältnissen", heisst es in der Mitteilung weiter.
Auch halten es die Gewerkschaften für "unhaltbar dass die Journalisten der 'BaZ' trotz entsprechendem Presseratsentscheid über die tatsächlichen Besitzverhältnisse ihres Verlags belogen wurden."
Die drei Organisationen der Medienschaffenden stellen daher folgende Forderungen:
- Blocher soll die "BaZ" wieder verkaufen an Besitzer, welche glaubwürdig Gewähr bieten, breit gefächerte publizistische und keine politische Absichten zu haben.
- Die politische Einflussnahme auf die Redaktion ist zu unterlassen.
- Die beiden Druckereien "Die Zeitungsdrucker AG" und "Birkhäuser+GBC" (Kunden-/ Akzidenzdruckerei) in Reinach BL müssen erhalten werden. (pd/sl)

