11.03.2012

SRF

Tagesschausprecher dürfen keine CEO-Medientrainings geben

Beatrice Müller sagt Veranstaltung ab.

Was darf eine "Tagesschau"-Moderatorin in ihrer Freizeit tun und was nicht? Beatrice Müller hat diese Frage für sich ziemlich salopp beantwortet. Wie die Zeitung "Der Sonntag" schreibt, hat sich Müller für ein "CEO-Medientraining" verpflichten lassen. Ihre Aufgabe: Unternehmenskadern "Sicherheit zu geben für ein zielführendes Journalistengespräch". Über dieses Engagement regt sich die Kommunikationsbranche auf. Peter M. Wettler redet von einem "Skandal". Er findet, dass eine solche Nähe zu Wirtschaftsführern eine kritische Berichterstattung oder ein kritisches Interview mit ihnen verunmögliche. Und was meint Müllers Arbeitgeber SRF dazu? Gegenüber persoenlich.com sagt Andrea Hemmi, Mediensprecherin SRF: "Generell gelten für Moderierende strenge Richtlinien, was allfällige Interessenskonflikte angeht. Darum würde SRF ein solches Engagement ablehnen. Seit dem 1. November 2011 sind die neuen Richtlinien fuer Nebenbeschaeftigungen in Kraft und deren Anwendungspraxis wurde verschärft. Die Zusage von Beatrice Müller für das Medientraining erfolgte davor." Kurzfristig hat die "Tagesschau"-Moderatorin die Konsequenzen gezogen und ihre Teilnahme am "Training" vom 23. März abgesagt. (pd "Der Sonntag"/cb)


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