06.02.2020

TX Group

Tamedia besetzt die Führungsposten

Tamedia gliedert ihre Geschäftsleitung in drei Bereiche und erhält einen eigenen Verwaltungsrat. Mit der neuen Struktur will das Unternehmen sein Profil als «schweizweit führende journalistische Plattform mit dem stärksten Redaktionsnetzwerk» schärfen.
TX Group: Tamedia besetzt die Führungsposten
Vom TX-Gebäude ganz oben kommen die Signale. (Bild: Tamedia/Yves Bachmann)

Die neue Struktur mit der eigenen Unternehmenseinheit Tamedia, will TX Group dafür nutzen, «die schweizweit führende journalistische Plattform mit dem stärksten Redaktionsnetzwerk zu schärfen», wie es in einer Mitteilung heisst.

Geschäftsleitung mit drei Bereichen

Unter der Führung von Marco Boselli und Andreas Schaffner gliedert sich die Tamedia-Geschäftsleitung in die drei Teilbereiche Publizistik, Nutzer- und Werbemarkt und Verlagsdienstleistungen.
Zur Geschäftsleitung Publizistik gehören Ariane Dayer (Chefredaktorin Redaktion Tamedia Westschweiz und Le Matin Dimanche), Christine Gabella (Delegierte für die Westschweiz), Viviane Joyce (Leiterin Tamedia Editorial Services), Arthur Rutishauser (Chefredaktor Redaktion Tamedia Deutschschweiz und SonntagsZeitung) und Christoph Zimmer (Chief Product Officer).

Die dreiköpfige Geschäftsleitung Nutzer- und Werbemarkt setzt sich vorerst zusammen aus Aranzazu Diaz (Leiterin Lesermarkt-Services) und Marc Isler (Chief Revenue Officer Digital). Die dritte Position (Leitung Nutzermarkt Print) ist derzeit noch vakant.

Die Geschäftsleitung Verlagsdienstleistungen besteht aus Sylvain Cognard (Geschäftsführer CIL Centre d'Impression Lausanne), Matthias Kobel (Geschäftsführer DZB Druckzentrum Bern), Walter Lütolf (Leiter Verlagslogistik) und Jürg Mosimann (Geschäftsführer DZZ Druckzentrum Zürich).

Als zentrale Stabsstellen sind Reto Matter (Chief Technology Officer) und Olivier Steiner (Chief Strategy Officer) direkt der Geschäftsführung von Tamedia angegliedert.

Eigener Verwaltungsrat für Tamedia

Im Zuge der Neuaufstellung erhält Tamedia auch einen eigenen Verwaltungsrat, der rückwirkend auf den 1. Januar 2020 wie folgt aufgestellt ist: Pietro Supino (Verleger und Präsident), Mathias Müller von Blumencron (Chefredaktor Tagesspiegel in Berlin), Pascale Bruderer (Teilhaberin von Crossiety und langjährige nationale Parlamentarierin), Pierre Lamunière (Präsident von Lamunière Holding SA), Sverre Munck (Investor und professionelles Verwaltungsratsmitglied) und Konstantin Richter (Autor und Journalist). Ergänzt wird der Tamedia-Verwaltungsrat laut der Mitteilung durch die Mitglieder der TX-Gruppenleitung Samuel Hügli (Technologie & Ventures), Sandro Macciacchini (Finanzen & Personal) und CEO Christoph Tonini (bis 30. Juni 2020) sowie Emily Bell, Professorin und Direktorin des Tow Center for Digital Journalism an der Columbia University Graduate School of Journalism in New York, als «special consultant».   

Ziel der Unternehmenseinheit Tamedia sei es, mit guten Formaten und dem Nutzen digitaler Potenziale ein Produkt zu schaffen, das relevant und gleichzeitig profitabel ist. Die grösste Herausforderung sei dabei die digitale Transformation des publizistischen Angebots sowie auch des Geschäftsmodells. 

«Wertvollste Marke der TX-Gruppe»

«Mit Tamedia haben die Bezahlmedien und Verlagsdienstleistungen die wertvollste Marke der gesamten Gruppe erhalten. Sie steht für unser Kerngeschäft, den Journalismus, und für unsere publizistische Tradition. Aber auch für technologischen Fortschritt und Innovation. Wir haben jetzt die Chance, die Zukunft unserer Marken und unseres Journalismus zu gestalten», sagt Marco Boselli, Co-Geschäftsführer Tamedia, in der Mitteilung. Er fügt an: «Wir sind überzeugt, dass eine Bereitschaft besteht, für Qualitätsjournalismus zu bezahlen. Um mehr Abonnentinnen und Abonnenten zu gewinnen, müssen wir aber unsere Inhalte und Angebote noch besser auf die Bedürfnisse unserer digitalen und vor allem mobilen User ausrichten. Aus diesem Grund bauen wir unsere digitalen Kompetenzen aus und investieren in innovative Technologien. Nur so wird es uns gelingen, die wirtschaftliche Basis für die Tamedia von morgen zu legen.» (pd/eh)

 

 



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Kommentare

  • Victor Brunner, 06.02.2020 17:33 Uhr
    Freuen wir uns doch, einmal mehr wird Qualitätsjournalismus versprochen, im Dreimonatetakt! Ist das ein Eingeständnis? Mit dem Ende de Weck haben wir uns auch vom Qualitätsjournalismus verabschiedet. Dafür bieten wir ihnen nice-to-have-Artikel, Gender-, Belehrungs-, Midlifecrisisjournalismus. SRF Sternstunde Philosophie mit Frau Bleisch, Publireportage, Reise-, und Autoartikel mit dem Vermerk "Wurde unterstützt von...", nächstens vielleicht im 1. Bund, Artikel wurde von Partei XX geschrieben, Korrektorat durch TAmedia. Die erwartungsvolle Spannung der LeserInnen bleibt!
  • Sebastian Renold, 06.02.2020 16:36 Uhr
    "Schweizweit führend" - Wenn dem so wäre, wär's ein Armutszeugnis für die Schweiz!
  • Heinrich Gretler, 06.02.2020 14:04 Uhr
    Da muss aber echt was gehen im Bereich Tageszeitung/online Tageszeitung. Was heute geboten wird, ist weder im Print noch online (Tagi) anders als bisher. Es fehlt das "Rubrik" Abo, zB. Lokalteil, das Printformat ist nicht ÖV praktisch, der Fokus ist sehr Stadt Zürich orientiert.
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