Der frühere Swissfirst-Chef ist gewillt, seinen juristischen Kampf gegen die "NZZ am Sonntag" bis zum Gerichtsurteil durchzuziehen. "Ich will mich gegen die ungerechtfertigte Kampagne zur Wehr setzen", erklärt der Financier in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Bilanz". Matter hat das Sonntagsblatt auf zehn Millionen Franken verklagt. Es gehe um die Berichterstattung in ihrem ganzen Ausmass, nicht nur um einzelne Aussagen, die klar falsch gewesen seien. Zum Verfahren selber will sich Matter nicht äussern.
Die "NZZ am Sonntag" ist nicht die einzige Zeitung, der Matter rechtliche Schritte angedroht hatte. Die ebenfalls eingeklagten Ringier-Zeitungen "Blick" und "SonntagsBlick" konnten jedoch eine aussergerichtliche Einigung erzielen, nachdem sie sich auf der Frontseite für ihre Berichterstattung entschuldigten. An der Falkenstrasse dagegen zeigt man sich weniger kooperativ.
Pikant: Matter selber hält Aktien an der AG für die Neue Zürcher Zeitung -- nicht aus strategischen Gründen, wie er erklärt: "Ich halte sie privat, sie hat mit den Aktivitäten der Matter Group nichts zu tun." Doch schadet der Financier mit seiner Millionenklage nicht seinem eigenen Investment? "Ich bin schon länger Aktionär der 'NZZ' und will ihr nicht schaden", so Matter. "Aber man kann sich als Bürger nicht alles gefallen lassen." Um Schadenersatz gehe es ihm jedenfalls nicht.

