26.06.2025

USA

Trump legt sich mit US-Medien zu Iran-Berichten an

Der US-Präsident fordert die Entlassung von Reportern von CNN und der New York Times, weil sie über Geheimdiensterkenntnisse zum Schlag gegen den Iran berichtet haben.
USA: Trump legt sich mit US-Medien zu Iran-Berichten an
«Fake-News-Reporter von CNN & The New York Times sollten gefeuert werden - sofort!!!», schrieb Donald Trump auf seine Plattform. (Bild: Keystone/EPA/Jim Lo Scalzo)

Der Republikaner schrieb auf der Plattform Truth Social: «Fake-News-Reporter von CNN & The New York Times sollten gefeuert werden - sofort!!!» Er sprach von schlechten Menschen mit bösen Absichten. Dass die Regierung eines demokratisch regierten Landes offen die Entlassung von Journalisten fordert, ist äusserst ungewöhnlich.

Die New York Times berichtete, dass Trump dem Haus mit einer Klage gedroht und eine Entschuldigung verlangt habe. Der Anwalt der Zeitung stellte klar: «Es wird keine Entschuldigung geben.»

Trump warf den Medienhäusern in den vergangenen Tagen immer wieder Falschberichterstattung vor - mit teils heftiger Wortwahl. CNN und New York Times hatten über ein als «streng geheim» eingestuftes DIA-Gutachten berichtet, das Zweifel an der Darstellung Trumps zum Ausmass der Zerstörung der iranischen Atomanlagen aufbrachte. Das Ausmass der Zerstörung ist aktuell nicht geklärt.

Der Nachrichtensender CNN teilte mit, er stehe zu «100 Prozent» hinter der Berichterstattung seiner Reporter. Es sei nicht angemessen, CNN-Reporter dafür zu kritisieren, dass sie über das Gutachten und dessen Ergebnisse, die im öffentlichen Interesse lägen, berichtet haben. (sda/dpa/spo)


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