Dank einschneidenden Restrukturierungsmassnahmen haben AZ Medien den Turnaround geschafft und sich deutlich verbessern können: Auf Stufe des operativen Ergebnisses (Ebit) erzielte die Gruppe im Geschäftsjahr 2010 einen Gewinn von 9.3 Mio. Fr. und damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresergebnis (-11.9 Mio.) von 21.2 Mio. Fr.
Mit einem Konzernergebnis von 3.2 Mio. Fr. weisen die AZ Medien ein um 18.0 Mio. Fr. höheres Ergebnis als im Vorjahr (-14.8 Mio. Fr.) aus. Eine leichte Erholung der Konjunktur ab Herbst 2010 und insbesondere die Kostensenkungsmassnahmen aus Synergieprogrammen, welche teilweise bereits im Geschäftsjahr 2009 ausgelöst wurden, haben sich positiv auf das Geschäftsjahr 2010 ausgewirkt. Der Betriebsertrag von 234.4 Mio. Fr. liegt strukturbereinigt auf Vorjahresniveau. Er ist wegen der Eigenvermarktung der Anzeigen (ab Anfang 2010) und der nicht mehr voll konsolidierten Beteiligung an Radio Argovia nicht direkt mit dem Vorjahr vergleichbar.
Auf vergleichbarer Basis hat sich der Betriebsertrag bei den Zeitungsverlagen um 6.1 Mio. Fr. (+4.5 %), bei den Zeitschriften und Büchern um 0.6 Mio. Fr. (+1.7 %) und bei Radio und TV um 0.5 Mio. Fr. (+3.6 %) verbessert. Bei Druck und Vertrieb ist ein Minus von 3.9 Mio. Fr. (-8.4 %) zu verzeichnen.
Das Ergebnis aus operativer Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen (Betriebscashflow) von 29.3 Mio. Fr. konnte um 22.1 Mio. Fr. gesteigert werden. Die operative Verbesserung beinhaltet unter anderem Investitionen in die Geschäftsfelder Tageszeitungen, Anzeiger, den Online- sowie den TV-Bereich und unterstreicht die gute Ertragskraft des Unternehmens. Mit einem Eigenfinanzierungsgrad von 37 % verfügen die AZ Medien über eine solide finanzielle Basis. Der Personalbestand betrug per Ende Jahr 761 Vollzeitstellen (Vorjahr 838).

