09.01.2003

"Schälli"-Nachfolge

TV-Profis üben Kritik am bisherigen Prozedere

Roger Schawinski, André Picard, Jürg Wildberger und Erich Gysling befragt.

Unabhängige TV-Experten kritisieren laut einem Bericht im Schweizer Medienmagazin Tele das Vorgehen bei der Wahl des Nachfolgers von TV-Direktor Peter Schellenberg. Medienunternehmer Roger Schawinski sagte gegenüber Tele, dass "sich Armin Walpen bewusst ist, dass er wenig vom Fernsehen versteht. Und er sucht jetzt jemanden, dem er in diesem Fach überlegen ist." Schawinski hält die drei derzeit gehandelten Kandidaten für unzureichend qualifiziert: "Die vorhandene Auswahl ist eine Beleidigung für alle TV-Berufsleute." Als grotesk und undemokratisch bezeichnete Schawinski, dass sich Bundesrat Moritz Leuenberger direkt in die Wahl einmische. "Soll beim Staatsfernsehen der Medienminister den TV-Direktor bestimmen?"

Ex-Fernsehmann André Picard übte Kritik an der Art des Auswahlverfahrens: "Die Wahl des Fernsehdirektors ist gesellschaftspolitisch sehr relevant und deshalb müsste sie total transparent sein." Ex-TV-3-Chef Jürg Wildberger und TV-Routinier Erich Gysling fordern die Wahl eines ausgewiesenen TV-Profis.


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