RTL hat im Jahr 2014 doch noch die Kurve gekriegt - dank eines guten Jahresendspurts im Deutschland-Geschäft. Vor allem die gestiegenen Werbeeinnahmen des deutschen Ablegers rund um die Sender RTL, Vox und n-tv verhalfen der Firma im Gesamtjahr zu einem nahezu ausgeglichenen Umsatz und Betriebsergebnis (Ebita). Auch Zukäufe sowie der Ausbau des digitalen Geschäfts und kostenpflichtiger Angebote trugen ihr Teil dazu bei, dass RTL Belastungen aus einem Steuerstreit mit Ungarn und einen schwierigen französischen Werbemarkt ausgleichen konnte.
Der Überschuss der wichtigsten Tochter von Europas grösstem Medienkonzern Bertelsmann sank hingegen wegen Abschreibungen auf das Ungarn-Geschäft und höherer Finanzerträge im Vorjahr auf 653 Mio. von 870 Mio. Euro.eine Gesamtdividende von sieben Euro ausgeschüttet.
2015 rechnen die RTL-Chefs mit einem insgesamt stabilen Gesamtumsatz und Ebita - ohne Sondereffekte. 2014 hätten mit Ausnahme Frankreichs, das sich letztlich stabil gezeigt habe, und Belgiens, das 2,8 Prozent einbüsste, alle europäischen TV-Werbemärkte den Umsatz gesteigert. (sda)

