Die humoristische Sketchserie "Futurofoot" gibt in der Romandie schon vor ihrem Start am Montag zu reden: Weil die UEFA sie geschmacklos findet, zeigt TSR 1 nun zur Hauptsendezeit gekürzte Fassungen. Das Original wird nach Mitternacht gesendet.
Ursprünglich wollte die UEFA verbieten, die Fussballsatiren während der EURO 08 in der Plainpalais-Fanzone in Genf vorzuführen. Die Kurzfilme seien nicht nur geschmacklos, sondern enthielten auch Gewaltszenen, argumentierte sie. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und die UEFA erlaubt sogar, dass Bilder aus ihren Archiven verwendet werden.
Moderator von "Futurofoot" ist der bekannte Genfer Schauspieler Jean-Luc Bideau. Er stellt als Direktor des imaginären Europäischen Forschungszentrums für den Fussball der Zukunft (Cerfa) Methoden vor, Fussball attraktiver und spektakulärer zu machen. Themen von Cerfa-Chef Georges Blotter -- Namens-Ähnlichkeit mit lebenden Personen natürlich rein zufällig -- sind beispielsweise "Wie neutralisiert man Spieler?" oder "Wie schmiert man Schiedsrichter?"
Die gezeigten Tipps sind natürlich skurril, absurd und mithin auch unappetitlich, wie es sich für Satiren gehört: Spieler werden etwa mittels Voodoo ausgeschaltet und Schiedsrichter mit Pelzmänteln und Gummi-Susis bestochen. Erste Kostproben sind bereits auf Youtube zu sehen. (sda)
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