Der Berliner Sender "Radio Eins" wirbt ebenfalls mit dem Slogan "Radio für Erwachsene" und wirft dem Zürcher Radio 1-Gründer Ideen- und Rechteklau vor. ( persoenlich.com berichtete). Schawinski hat bislang nicht auf diese Anschuldigungen reagiert, wie "heute" am Donnerstag berichtet.
Der Berliner Sender will Klage einreichen, sollte Schawinski nicht bis Ende nächster Woche die drei folgenden Handlungen unterlassen: Einen Radiosender mit der Bezeichnung "Radio 1" zu betreiben, den Slogan "Nur für Erwachsene" zu verwenden, sowie seine Shows "Radio 1 am Morgen", "Radio 1 am Nachmittag" etc. zu nennen. Diese Forderungen würden so lange gelten, wie Schawinski seinen Sender auch über das Internet -- und somit weltweit -- verbreitet, so Ralph Kotsch, Sprecher des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), gegenüber der Abendzeitung "heute".
Roger Schawinski selbst nimmt die Drohungen gelassen. "Es gibt weltweit über 10 Radiosender, die Radio 1 heissen. Allein in Deutschland sind es sogar zwei. Die Argumentation geht also nicht auf", sagt er auf Anfrage von "heute". Zudem schreibe sich sein Radio, im Gegensatz zum Berliner Sender, mit der Zahl 1 und nicht mit Buchstaben "eins".
Dass sein Sender über Internet empfangbar ist, lässt er als Klagegrund auch nicht gelten. "Schliesslich sprechen wir Schweizerdeutsch, das will in Berlin doch niemand hören. Ausserdem steht bei uns hinten dran .ch und nicht .de.", sagt Schawinski weiter. Den Namen "Radio 1" sowie den dazugehörenden Slogan hat er in der Schweiz schützen lassen.

