29.04.2011

Thomson Reuters

Umsatz nimmt Fahrt auf

Sparte Recht mit einem Plus von zehn Prozent.

Der Umsatz des Nachrichten- und Datenanbieters Thomson Reuters hat aufgrund neuer Produkte im ersten Quartal an Fahrt gewonnen. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, legten die Erlöse - nicht um Währungsschwankungen bereinigt - um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu. Im ersten Quartal setzte Thomson Reuters im fortlaufenden Geschäft 3,2 Mrd. Dollar um. Der Gewinn auf vergleichbarer Basis stieg um ein Prozent, die Marge lag bei 17,2 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Thomson Reuters eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Bereich.

Bei den Informationsprodukten für Anwalts- und Steuerkanzleien, Wissenschaftler und Firmen im Gesundheitswesen (Bereich Professional) stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um acht Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar. Getrieben wurde die Steigerung von der Sparte Recht mit einem Plus von zehn Prozent und hier vor allem von der Datenbank WestlawNext, die seit ihrer Einführung im Februar 2010 mehr als 18'500 Mal verkauft wurde.

Das Geschäft mit Finanzmarktkunden, Unternehmen und Medien (Sparte Markets) legte beim Umsatz um zwei Prozent zu auf 1,87 Mrd. Dollar. In diesem Segment konkurriert Thomson Reuters vor allem mit Bloomberg und der News Corp-Tochter Dow Jones. Thomson Reuters war 2008 aus der Verschmelzung der kanadischen Mediengruppe Thomson mit dem britischen Nachrichtenanbieter Reuters entstanden.

"Gemessen an dem guten Start in das Jahr sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Erwartungen für das Gesamtjahr erfüllen werden", sagte Konzernchef Thomas Glocer. Zu den Kunden von Thomson Reuters zählen Finanzmarktakteure, Medien, Steuerberater, Anwälte und die Gesundheitswirtschaft. Zugleich kündigte Thomson Reuters am Donnerstag den Verkauf von Geschäftsbereichen an. Glocer will diese Erlöse in das Kerngeschäft investieren. Trennen wird sich Thomson Reuters unter anderem von dem Geschäft mit Risiko-Management-Software. Insgesamt soll dem Konzern aus den Verkäufen rund eine Mrd. Dollar in die Kasse fliessen. (sda)


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