Von der Provinzdruckerei im Aargau zum multinationalen Medienkonzern: Eine Studie der Universität Bern zeichnet die über 175-jährige Geschichte des Familienunternehmens Ringier AG nach, wie das Medienhaus am Mittwoch mitteilte. "Kritisch, umfassend und detailliert" habe das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern (ikmb) unter der Leitung von Roger Blum den Werdegang des Unternehmens unter die Lupe genommen, heisst es in der Mitteilung. Die Autoren Peter Meier und Thomas Häussler zeichneten die Geschichte von den ersten Anfängen bis in die Gegenwart nach.
Auswerten konnten die beiden laut Mitteilung bisher unbearbeitete Quellen aus dem wieder entdeckten Ringier-Unternehmensarchiv, Dokumente in anderen Schweizer Archiven sowie Privatnachlässe. Zudem hätten sie zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen geführt. Im Laufe der wechselvollen Geschichte habe sich Ringier "immer wieder neu erfunden und sich neu positioniert, oft in schwierigen und auch schmerzhaften Prozessen". Das Buch sei ein Spiegel, der die Vergangenheit und zugleich die Zukunft zeige.
Nicht nur mit der eigentlichen Geschichte befassten sich Meier und Häussler. Sie gingen auch Gerüchten, Halbwahrheiten und Mythen rund um das Unternehmen, seiner Publizistik und seinen Machern nach. (sda)

