Erstmals unterstützt die Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung mit Sitz in Solothurn, die Medienförderung betreibt, ein wissenschaftliches Forschungsprojekt. Ein Projektteam an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW in Chur untersucht das Verhältnis von Whistleblower und Medien in der Schweiz.
Das Projekt, das auf neun Monate angelegt ist und eben anlief, beinhaltet Befragungen von Journalisten, Medienausbildner, Juristen, Whistleblowern und ausländischen Experten. Im interdisziplinären Projektteam sind sowohl die Kommunikations- und Medienwissenschaft mit Urs Dahinden und Vincenzo Francolino als auch die Betriebsökonomie mit Christian Hauser und Ruth Nieffer vertreten.
Whistleblower sind Menschen, die Medien über Fehlentwicklungen oder Vorgesetzten-Fehlverhalten in Unternehmen oder Staatsbetrieben informieren. Über die praktischen Erfahrungen mit Whistleblowern in der Schweiz, über Herausforderungen und Risiken für Medien und Whistleblower und über das oft dabei angewendete Online-Meldeverfahren sei noch wenig bekannt, heisst es in der Mitteilung. Das Forschungsprojekt will diese Wissenslücken schliessen.
Die Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung, die das Projekt finanziert, fördert eine ganze Reihe von Medienprojekten zumeist im Bereich des praktischen Journalismus. Der fünfköpfige Stiftungsrat wird vom Anwalt Niklaus Studer präsidiert. (pd)

