Nach der Veröffentlichung brisanter US-Dokumente durch die Internetplattform Wikileaks will Washington dadurch blossgestellte Informanten schützen. "Einige Informanten sind klar zu identifizieren, vor allem Menschen in autoritären Staaten, die mit uns gesprochen haben", sagte Aussenamtssprecher Philip Crowley am Mittwoch in Washington. Die US-Botschaften in aller Welt seien im Kontakt mit den betroffenen Vertretern beispielsweise von Menschenrechtsorganisationen oder auch Journalisten.
"Wir wollen ihnen helfen und sie notfalls in jedem uns möglichem Masse schützen." Offen liess Crowley, ob die USA besonders gefährdeten Informanten auch Asyl gewähren würden. Wikileaks hatte am Sonntag mit der Veröffentlichung von 250'000 Dokumenten des US-Aussenministeriums begonnen, die brisante Informationen und wenig schmeichelhafte Einschätzungen über Politiker in aller Welt enthalten. Die Regierung in Washington hat dies scharf kritisiert und angekündigt, die Verantwortlichen für die Veröffentlichung der Geheimpapiere strafrechtlich zu verfolgen. (sda)

