Die Bewilligung für eine Übernahme von Radio24 und TeleZüri durch die Tamedia erfolge nur unter der Bedingung, dass das Zürcher Verlagshaus seinen Kapitalanteil von 26.7 Prozent an der Radio Zürisee AG veräussert und die redaktionelle Zusammenarbeit mit dem Sender einstellt, wie das UVEK am Dienstag mitteilte. Um einer weiteren Verunsicherung des Personals und wirtschaftlich negativen Folgen für die beteiligten Sender begegnen zu können, habe das UVEK allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen.
Das UVEK erkenne in der Übernahme der beiden Sender einen weiteren Schritt in Richtung Medienkonzentration und bedauere diese Tendenz, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Da aber auch in Zukunft viele regionale und nationale Medien unabhängig und aus verschiedenen Blickwinkeln über die Stadt Zürich berichteten, liege in der Übernahme keine eigentliche Gefahr für die Meinungsvielfalt. Die Prüfung der Übernahme durch das UVEK erfolgte gemäss der Mitteilung aufgrund von medienrechtlichen Kriterien und unter dem Gesichtswinkel der publizistischen Vielfalt. Sie war mit der Übertragung der Belcom Holding AG auf die Tamedia AG nötig geworden.

