Die Militärjustiz glaubt, in der Fax-Affäre den Mittelsmann, der dem SonntagsBlick das Geheimdokument zugespielt hat, gefunden zu haben. Die Ermittlungen sind abgeschlossen, noch in diesem Jahr soll es zur Verhandlung kommen. Im Verdacht steht der Walliser Roman Weissen, Pressesprecher des strategischen Nachrichtendienstes SND. Er soll den SonntagsBlick-Journalisten Beat Jost und Sandro Brotz jenes Dokument zugespielt haben, dass die Existenz amerikanischer CIA-Gefängnisse auf europäischem Boden beweisen sollte. Weissen wurde deswegen von der Militärjustiz schon im Mai eine Woche lang in Untersuchungshaft genommen und verhört.
Wie der Walliser Bote berichtet, beteuert Weissen vehement seine Unschuld. Er weist den Vorwurf der Veröffentlichung geheimer Dokumente scharf zurück, will aber zu konkreten Fragen keine Stellung nehmen, solange die Untersuchung der Militärjustiz noch im Gange ist. "Die Wahrheit wird sich durchsetzen", gibt sich Weissen gegenüber dem Walliser Boten kämpferisch. Er hat die volle Unterstützung vom SonntagsBlick. Dieser liess verlauten, dass sich die Militärjustiz auf dem Holzweg befinde. Der Verdächtigte habe nichts mit der Weitergabe des Fax an die Redaktion zu tun habe.

