Wie der Blick berichtete, beschloss der Bundesrat im Oktober 2024, Deutschland bei einem bestellten Panzerabwehrsystem den Vortritt zu lassen. So erhielt Deutschland die Systeme früher und konnte sie an die Ukraine weitergeben. SRF hatte von der deutschen Anfrage schon Monate zuvor erfahren und beim Kommunikationschef des Verteidigungsdepartements nachgefragt. Weil die Redaktion über den geheimen Vorgang Bescheid wusste, reichte Staatssekretär Markus Mäder Anzeige wegen Verdachts auf Verletzung des Dienstgeheimnisses ein.
Militärpolizei und Bundesanwaltschaft befragten Betroffene und durchsuchten E-Mail-Postfächer; zwei VBS-Angehörige hatten den Generalstabsoberst auf Gerüchtebasis belastet. Die Militärjustiz hat das Verfahren nun ergebnislos eingestellt und hält für möglich, dass die Information aus Deutschland stammte. Dem Bund entstanden dabei Anwalts- und Verfahrenskosten in unbekannter Höhe. (nil)

