Ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen einem Freiburger Journalisten und einem Ruander ist am Freitag durch einen Vergleich beendet worden. Der Ruander zog seine Klage zurück; der Redaktor zahlt 5000 Franken an die Gegenpartei. In mehreren Artikeln der Zeitschrift L'Objectif hatte Jean-Marc Angéloz als Chefredaktor zum Völkermord in Ruanda Stellung genommen. Er warf unter anderem der Vereinigung der Ruander in der Schweiz vor, das für den Genozid an den Tutsis verantwortliche Regime unterstützt zu haben.
Angéloz hat sich nun gemäss Vergleich verpflichtet, den Namen des Klägers nicht mehr im Zusammenhang mit dem Völkermord zu erwähnen, ausser es tauchten neue Fakten auf. Die Zahlung von 5000 Franken bezeichnete er als einen gewissen Ausgleich, da er versichert sei, während für die Gegenseite happige Anwaltskosten anfallen.

