Ringier hat sich am (gestrigen) Montag entschieden, die Verhandlungen über den Kauf der Jean Frey AG abzubrechen. Ringier sei nicht bereit gewesen, auf die überhöhten Kaufpreisforderungen der Swissfirst einzugehen, wie es in der entsprechenden Mitteilung vom frühen Dienstagnachmittag heisst. Es würden keine weiteren Kaufgespräche mehr geführt. Ringier-COO Martin Werfeli, der die Verhandlungen auf Seiten des Medienhauses geführt hatte, war bis Redaktionschluss von "persoenlich.com" nicht erreichbar.
Die Swissfirst ihrerseits liess wissen, dass nach der Scheiterung der Verhandlungen mit Ringier "dem bereits eingeschlagenen Weg der Privatplatzierung nichts mehr entgegenstehe". Die Zeichnungen würden gut verlaufen. Das Zeichnungsergebnis solle wie angekündigt nach den Osterfeiertagen bekanntgegeben werden.
Am 8. Februar diesen Jahres war überraschend bekannt geworden, dass die Swissfirst Bank Jean Frey von der Basler Mediengruppe kauft, um diese im Rahmen einer Private Equity Transaktion bei einer Gruppe von Schweizer privaten und institutionellen Investoren zu platzieren. Ursprünglich hätte das Medienhaus mit seinen vier Titeln Weltwoche, Beobachter, Bilanz und TR7 an Ringier verkauft werden sollen. Ein entsprechender Vorvertrag war Ende Dezember 2001 abgeschlossen worden.

