Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz hat im Streit mit Minderheitsgesellschafter Hans Barlach zugegeben, bei der Nutzung von Räumen ihrer Villa durch den Verlag Fehler gemacht zu haben.
"Im Nachhinein gibt es immer Dinge, deren Verlauf man sich anders gewünscht hätte, auch in Bezug auf die Anmietung der Räumlichkeiten in meinem Haus", sagte Unseld-Berkéwicz der Wochenzeitung "Die Zeit". Das Landgericht Berlin hat im Dezember im Rechtsstreit zwischen den Gesellschaftern beschlossen, dass Unseld-Berkéwicz von der Verlagsgeschäftsführung abberufen werden muss. Hintergrund war eine Klage Barlachs, wonach die Geschäftsführung Räume im Haus der Verlegerin Unseld-Berkéwicz für Events angemietet, damit Privates und Geschäftliches vermischt und dem Verlag geschadet habe.
Hintergrund ist ein seit Jahren schwelender Streit zwischen der Witwe des früheren Verlegers Siegfried Unseld, die 61 Prozent der Anteile des Verlags hält, und dem Unternehmer Barlach, dessen Medienholding Winterthur mit 39 Prozent Minderheitsgesellschafter des Verlags ist. Dieser hatte beim Landgericht Frankfurt die Auflösung der Gesellschaft beantragt. Darüber soll am 13. Februar entschieden werden. (sda)
23.01.2013
Suhrkamp
Verlegerin Unseld-Berkéwicz gibt Fehler zu
Hat Räume in ihrer Villa an Verlag vermietet.
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