Sechs bei Verlagshäusern angesiedelten Privatradios sind aus dem Verband Schweizer Privatradios (VSP) ausgetreten. Sie sähen sich durch den VSP nicht mehr genügend vertreten, heisst es in einer gemeinsamen offiziellen Medienmitteilung vom Mittwoch. Die Meldung vom Austritt war bereits in den letzten paar Tagen durchgesickert ("persoenlich.com" berichtete).
Bei den ausgetretenen, im so genannten City-Pool zusammengeschlossenen, Privatradios handelt es sich um Radio Aktuell (NZZ/St. Galler Tagblatt), Radio Basilisk und Radio 24 (beide Tamedia), Radio EXTRA BERN (Berner Zeitung/Espace Media Groupe), Radio Pilatus (NZZ/LZ Medien) und Radio Zürichsee (Zürichsee Medien).
Sie erfüllten wie alle anderen privaten Lokalradiosender in ihren Regionen einen wichtigen Service Public. Sie seien deshalb "nicht mehr bereit, die vom Verband in der Diskussion um das neue Radio- und Fernsehgesetz geäusserten Angriffe gegen so genannte Verlegerradios mitzutragen", heisst zur Begründung für den Austritt. Die Sender hätten mehrmals auf den Missstand hingewiesen. Trotz ihres Austritts seien sie aber weiterhin an einem einheitlichen, alle Privatsender umfassenden Verband interessiert.

