19.07.2021

UKW-Abschaltung

Verletzung der Informationsfreiheit?

Der bekannte Medienanwalt und neue Publicompräsident Urs Saxer sieht bei einer UKW-Abschaltung die Grundrechte tangiert, wie er in der NZZ schreibt.
UKW-Abschaltung: Verletzung der Informationsfreiheit?
Der neue Publicompräsident Urs Saxer kritisiert die geplante UKW-Abschaltung. (Collage: persoenlich.com, Bilder: zVg)

Durch die geplante Abschaltung des UKW-Netzes werde die Informationsfreiheit tangiert. Dies schreibt der bekannte Medienanwalt und frischgekürte Publicom-Verwaltungsratspräsident Urs Saxer in der NZZ vom Montag (Artikel online nicht verfügbar). «Die Freiheit des Empfangs nützt allerdings nichts», so Saxer, «wenn die Verbreitungstechnologie diesen verunmöglicht. Dies hat auch der Bund zu beachten, insbesondere beim Service Public der SRG, welche einen umfassenden Auftrag für eine Grundversorgung der ganzen Bevölkerung hat. Daher müsste eigentlich die SRG, um die möglichst breite Grundversorgung sicherzustellen, als letzte die UKW-Verbreitung einstellen. Das wiederum ist für die privaten Rundfunkveranstalter nicht akzeptabel, weil sie das UKW-Feld – auch vorübergehend – nicht der SRG überlassen wollen.»

Kompensation für UKW-Programmveranstalter

Saxer plädiert in seinem Artikel für die Aufrechterhaltung des UKW-Netzes für die nächsten Jahre. Gleichzeitig fordert er für «diejenigen privaten Programmveranstalter, die weiterhin über UKW senden wollen», eine finanzielle Kompensation, sofern sie einen lokal-regionalen Service Public erbrächten. Gemäss BAKOM werde UKW immer noch von einem Viertel aller Hörerinnen und Hörer genutzt, bei 13 Prozent aller Nutzer sei UKW die alleinige Technologie, was einer Million Menschen entspräche. (ma)



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