In der Satiresendung Giacobbo/Müller wurde ein Werbefilm der Kantonspolizei Zürich auf die Schippe genommen. Das Filmchen mache "in 23 Sekunden das Image eines ganzen Polizeikorps zur Sau", scherzte Giacobbo am Sonntagabend. Was Giacobbo zu diesem Zeitpunkt wohl nicht ahnte: am Montag nach der Sendung haben 40 junge Leute bei der Kantonspolizei Bewerbungsunterlagen verlangt, wie der "Tages-Anzeiger" berichtet. Weit mehr als in den Wochen zuvor. Aufgrund eines Unterbestands von rund 100 Stellen bei der Kantonspolizei Zürich sollen in diesem Jahr drei Schulen mit rund 100 Aspiranten durchgeführt werden.
Im augenfällig billig produzierten Spot wird mit viel Action, Rauch und Lärm sowie zwei jungen Darstellern nach aufgestelltem Nachwuchs "gefahndet". Die junge Polizistin im Film sei wohl eine Ex-Miss-Schweiz, die ein paar Stunden Schauspielunterricht in den USA genommen hat, spottete Moderator Giacobbo. Sowohl die Brünette im Film als auch der männliche Darsteller sind Mitarbeiter des Polizeikorps, wie Kapo-Informationschef Marcel Strebel gegenüber dem "Tages-Anzeiger" bestätigte. Der Film solle eine authentische Wirkung erzielen, meinte Strebel weiter.
( Film ansehen)

