Am 29. April veranstaltet die für die RTVG-Revision zuständige Ständeratskommission KVF-S ein Hearing. Nicht eingeladen sind Vertreter der sprachnationalen Sender wie U1. "Zur Anhörung werden einzig die hautpsächlich betroffenen Verbände und Unternehmen eingeladen", lautete die offizielle Begründung gemäss U1-Chefredaktor Beni Leoni. "Wer, wenn nicht wir, sind vom zukünftigen RTVG unmittelbar betroffen...?", ärgert sich aber Leoni. Ebenfalls nicht eingeladen wurden die anderen sprachnationalen Sender Viva und Star TV, aber auch die IGEM.
Rolf Escher, Kommissionspräsident und Walliser CVP-Ständerat, erklärt auf Anfrage von "persoenlich.com", man habe das Hearing nach den ausgedehnten Anhörungen des Nationalrats kurz halten wollen und daher nur die Hauptplayer eingeladen. Überhaupt sei eine solche ständerätliche Anhörungsrunde eher ungewöhnlich. Immerhin erhielten die rund 50 Personen, die für den 29. April ebenfalls um Redezeit gebeten haben, die Möglichkeit, ihre Argumente auf maximal zwei A4-Seiten einzureichen.
Dabei hätte Leoni seine Position gerne selber vertreten, unterliegt sein Sender gemäss derzeitigem Gesetzesentwurf doch bezüglich der Werbung denselben Einschränkungen wie die regionalen Sender, ohne allerdings Gebühren zu erhalten. Leoni: "Die sprachnationalen Privatsender haben verglichen mit der SRG und den regionalen Privatsenderm die schlechtesten Bedingungen. Weshalb haben wir weiterhin unzählige Einschränkungen, obwohl wir in keinem finanziellen Abhängigkeitsverhältnis zum Staat stehen?"

