29.04.2008

SRG

VR-Präsident bekommt weiterhin 135'000 Franken

Honorarpauschalen definitiv festgelegt

Im Anschluss an die Empfehlungen des Bundesrates Ende letzten Jahres hat die Delegiertenversammlung der SRG nun die Vergütungen des Verwaltungsrates genehmigt. Für den Präsidenten wird das Honorar auf 135'000 Franken festgelegt. Dies entspricht dem Honorar von 2007 und auch der Empfehlung des Bundesrates, teilt die SRG mit.

Die Honorarpauschale für Verwaltungsräte beträgt 32'000 Franken, der Honorarzuschlag für den Vizepräsidenten wie bisher 1'500 Franken. Die zusätzliche Honorarpauschale für die Ausschusspräsidenten (ohne Präsident SRG) beträgt 3'000 Franken. Das Sitzungsgeld von 1'000 Franken für die Verwaltungsräte (ohne Präsident SRG) wird für Ausschusssitzungen beibehalten. Auf Sitzungsgeld für ordentliche VR-Sitzungen wird verzichtet.

Unter Einrechnung der üblicherweise im Jahr zu erwartenden Ausschusssitzungen führt laut SRG die Regelung für einen Verwaltungsrat im Durchschnitt zu einem Gesamthonorar von 38'000 Franken, soweit nicht zusätzliche Ausschusssitzungen oder Ad-hoc-Sitzungen anfallen. Dieser Betrag liege unterhalb der Empfehlungen des Bundesrates von 40'000 Franken für einen Verwaltungsrat ohne Sonderfunktionen.

Auch unter Berücksichtigung der Honorarzuschläge für den Vizepräsidenten und die Ausschusspräsidenten wird laut SRG für das nationale Mandat ein Durchschnittshonorar von unter 40'000 Franken ausgeschüttet. Dies entspeche knapp 320'000 Franken (2007: 316'000 Franken) für alle Verwaltungsräte ohne den Präsidenten.

Bezüge tiefer als vom SRG-Zentralrat gefordert

Der SRG-Zentralrat hatte die Bezüge des Verwaltungsrats (VR) im Juni 2007 zunächst eigenmächtig an Betriebe wie Post oder SBB angleichen wollen -- gegen den Widerstand des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). VR-Präsident Jean-Bernard Münch beispielsweise hätte so 180'000 statt 133'000 Franken erhalten sollen.

Dieser Entscheid wirbelte viel Staub auf und wurde kritisiert, nicht zuletzt auch vom UVEK, das mit einer so starken Anhebung nicht einverstanden war. Unter diesem Druck gab Münch letzten Oktober schliesslich bekannt, er verzichte auf die Anhebung des Honorars. Das UVEK seinerseits schlug dem Bundesrat eine gemässigtere Anhebung vor.


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