20.09.2013

Bild

"Wahl-Bild" in 41 Millionen Briefkästen

Helmut Kohl und Gerhard Schröder appellieren an die Deutschen.

Am Samstag, 21. September 2013, dem Tag vor der Bundestagswahl, wird die Sonderausgabe "Wahl-Bild" flächendeckend und kostenlos an alle Haushalte in Deutschland verteilt. Die monothematische Ausgabe erscheint laut Pressemitteilung in einer Auflage von 41 Millionen Exemplaren parallel zur regulären "Bild" am Kiosk. Die Sonderausgabe soll anlässlich der bevorstehenden Wahlen einen positiven Impuls gegen die seit Jahren sinkende Wahlbeteiligung setzen. Die Zeitung beleuchtet aktuelle politische Zusammenhänge, stellt Wahlprogramme der Parteien in Auszügen vor und fragt Erstwähler, wem sie ihre Stimme geben würden. Aus Neutralitätsgründen haben die Verantwortlichen entschieden, grundsätzlich keine Parteienwerbung in dieser Ausgabe zu drucken.

Exklusiv in der "Bild" zur Wahl appellieren die Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und Gerhard Schröder an die Deutschen, ihrer Verantwortung und Verpflichtung als Wähler nachzukommen. Ausserdem sprechen die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Philipp Rösler, Sahra Wagenknecht und Jürgen Trittin in einem Dreier-Interview über die nicht immer einfache, aber dennoch entscheidende Rolle der kleinen Parteien, schreibt die "Bild" in der Mitteilung weiter. In einem Interview erklären zudem Franz Beckenbauer, Oliver Bierhoff und Philipp Lahm, warum sie als Kapitäne der Fussball-Nationalmannschaft es besonders wichtig finden, zu Wahl zu gehen. Neben sachlichen Informationen erscheinen auch unterhaltsam aufbereitete Beiträge in der Sondernummer.
Der Watchblog Bildblog.de, der die Tätigkeiten der deutschen Boulevardzeitung kritisch hinterfragt, hat auch an jene gedacht, die sich die Sonderausgabe vielleicht gar nicht wünschen. So heisst es in einm Beitrag: "Gegen die Zustellung dieser Gratis-Zeitung können Sie sich wehren." Dazu findet sich das Bild eines Aufklebers zum herunterladen, ausdrucken, ausschneiden und "gut sichtbar an den Briefkasten kleben. Die Postangestellten sollen schliesslich "den ganzen Müll nicht unnötig durch die Gegend schleppen müssen." (pd/lf)
 
 

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