Das Internationale Rotkreuzmuseum in Genf präsentiert bis am 14. August eine Fotoausstellung der New Yorker Agentur VII ("Seven"). Die Bilder in "WAR" dokumentieren die Kehrseite des Kreuzzugs gegen den Terrorismus in Afghanistan und Irak.
Sieben Fotoreporterinnen und Fotoreporter schlossen sich am 9. September 2001 in New York zur Agentur VII zusammen -- unter ihnen "War Photographer" James Nachtwey. Zwei Tage später sah Nachtwey durch sein Fenster, wie ein Flugzeug in den Nord-Turm des World Trade Center raste. Nachtweys apokalyptische Bilder aus den Trümmern des Ground Zero gingen um die Welt. In den folgenden Monaten reisten die Fotoreporter von VII an die Kriegs-Schauplätze in Afghanistan und Irak. Die 54 Bilder der Genfer Ausstellung erstrecken sich vom 11. September 2001 bis Juli 2003 -- nach dem Fall Bagdads.
Gegen das Vergessen
"Die Fotografie kämpft gegen das Vergessen", schreibt Museums-Konservatorin Loa Haagen Pictet. Ein Bild könne zwar den Krieg nicht verhindern. Die Fotos der Ausstellung erinnerten die Betrachtenden aber daran, dass "der Krieg kein Spektakel ist, sondern eine Realität, die vor allem die Menschen trifft".
Zu den sieben Gründungsmitgliedern der Agentur VII gehören nebst James Nachtwey die Fotografen Alexandra Boulat, Ron Haviv, Gary Knight, Antonin Kratochvil, Christopher Morris und John Stanmeyer. 2002 stiessen Christopher Anderson und Lauren Greenfield, 2004 Joachim Ladefoged dazu. (sda)

