17.02.2013

Christoph Blocher

Was steckt hinter Kooperation zwischen "BaZ" und "SoZ"?

"Der Sonntag" vermutet cleveren SVP-Deal.
Christoph Blocher: Was steckt hinter Kooperation zwischen "BaZ" und "SoZ"?

Christoph Blochers Basel-Deal mit der Tamedia-"SonntagsZeitung" und die Attacke "Weltwoche" auf den "Tages-Anzeiger"-Chef erscheinen in neuem Licht, schreibt "Der Sonntag". In zwei Wochen tritt ein Deal zwischen Blochers "Basler Zeitung" (BaZ) und der Tamedia in Kraft: Die "BaZ" vertreibt in Basel die "SonntagsZeitung" (SoZ) für den Preis von 18 Franken pro Jahr.

Weshalb ging Blocher eine so weit gehende Kooperation ausgerechnet mit der Tamedia ein, mit der er politisch auf Kriegsfuss steht?, fragt "Der Sonntag".  Und was für Konzessionen machte die Tamedia? Es gehe um rein wirtschaftliche Überlegungen, heisst es bei Tamedia.

Kreise, die Blocher nahe stehen, behaupten gemäss "Sonntag" allerdings, hinter dem Deal stecke mehr. Sie deuten an, Tamedia-Verwaltungsrats-Präsident Pietro Supino solle Blocher in einem Vier-Augen-Gespräch mündlich zugesichert haben, die Tamedia werde ihn und die SVP künftig ausgewogener thematisieren. Ein solches Eingeständnis wird in Tamedia-Kreisen entschieden bestritten.

Was im Umfeld Blochers als "sicher" gelte, sei das strategische Ziel des SVP-Nationalrats, im Grossraum Zürich publizistisch Einfluss zu gewinnen. Das Unbehagen in der SVP gegenüber den Medien sei inzwischen derart gross, dass sie einen Parteitag zur Medienpolitik in der Schweiz plant, wie "Der Sonntag“ weiter berichtet.

Und SVP-Präsident Toni Brunner hält am 9. März ein Zukunftsseminar ab unter dem Thema "Die schweizerische Medienlandschaft heute und morgen – und wir?" Gastreferent: Rolf Bollmann, Mitbegründer von "20 Minuten" (Tamedia) und CEO der Basler Zeitung Medien. ("Der Sonntag"/Bild:Keystone)


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