05.03.2013

NZZ

Website noch einmal deutlich umgestaltet

Chefredaktor Martin Spillmann erklärt die neue Verdichtung.
NZZ: Website noch einmal deutlich umgestaltet

Die NZZ führt am Dienstag, 5. März 2013, eine konzeptionell und gestalterisch weiterentwickelte Startseite auf NZZ.ch ein, dies schreibt die Zeitung "in eigener Sache" auf NZZ.ch. Es würden nicht nur deutlich mehr Artikel im sichtbaren oberen Bereich des Bildschirms gezeigt, sondern auch neue Elemente eingeführt werden. Diese umfassen unter anderem einen von der Redaktion betreuten Nachrichten-Ticker, der laufend das aktuelle Geschehen im In- und Ausland in Kurznachrichtenform abbildet und in Form eines Logbuchs auch kontinuierlich nachzeichnet. Dieser News-Feed wird – bis auf wenige Stunden in der Nacht – von der Redaktion betreut und gehorcht den NZZ-Qualitätsstandards. Neu werden Meinungs- und Debattenbeiträge bereits auf der Startseite von NZZ.ch besser sichtbar placiert. Zusätzlich werden "Perlen" aus dem Inhaltsangebot neu direkt unterhalb der Navigationszeile erschlossen. Wie bereits seit Anfang Jahr werden künftig regelmässig Grossereignisse und Eigenrecherchen multimedial und unter Einbindung komplexer Datenaufbereitung und -visualisierungen umgesetzt, wo sinnvoll auch unter Einbezug der Leserinnen und Leser.

Ab Mitte April werden zudem Bild- und Video-Inhalte in einer nutzergerechteren Form aufgeschaltet, dies auch in Reaktion auf die stetig steigende Zahl der von der NZZ exklusiv produzierten Bewegtbild-Beiträge in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Zudem wird dann der neue Nachrichten-Ticker auch in den Apps für Android- und Apple-Smartphones verfügbar sein.

Für die Werbekunden bringt der neue Auftritt eine verbesserte Sichtbarkeit der Inserateplacierungen. Er beseitigt zudem den bisher für gewisse Werbeformate störenden schwarzen Balken im Navigationsbereich der Site.

Bereits seit einigen Tagen ist auch der neue Web-Auftritt des NZZ-Folios aufgeschaltet, dem Monatsmagazin der "Neuen Zürcher Zeitung". Dieser wurde gestalterisch, konzeptionell und technisch vollkommen überarbeitet. Folio-Beiträge sind analog zum Angebot auf NZZ.ch für registrierte Abonnenten weiterhin kostenlos und auf allen Geräten frei verfügbar, während Nicht-Abonnenten auf eine Auswahl von Artikel kostenlos zugreifen können.

persoenlich.com hat sich bezüglich der Umgestaltung der NZZ-Website mit drei Fragen an Markus Spillmann, Chefredaktor der NZZ, gewendet:

Herr Spillmann, warum hat sich die NZZ entschlossen, den oberen Teil der Homepage deutlich zu verdichten? Vom ästhetischen Gesichtspunkt her hat die vorherige Fassung mehr überzeugt.
Reaktionen aus der Nutzerschaft haben uns in den letzten gut 12 Monaten gezeigt, dass die Site vom Juni 2012 zwar als "schön", aber statisch und zu wenig aktuell wahrgenommen, dass die 3-Teilung der Bild-Top-Box nicht von allen Nutzern intuitiv verstanden wurde und die Dominanz des Bildes bei einigen Themen suboptimale, unseren Qualitätsansprüchen auch bei der Foto-Bewirtschaftung nicht erfüllende Ergebnisse produzierte. Zum anderen haben wir aus verschiedenen Feedbacks und Testings den Schluss gezogen, dass das überaus grosse und reichhaltige Inhaltsangebot auch auf den Ressortseiten noch zu wenig genutzt wird, weil die Hauptnavigation über die Startseite geht. Dem wollen wir mit der Verdichtung und deutlich mehr "Einstiegspunkten" Abhilfe schaffen, ohne auf ein sehr wertiges Design zu verzichten. Bei diesem haben wir erneut mit unserer sehr bewährten Kölner Agentur Meiré-Meiré zusammengearbeitet; entscheidend hier ist weniger der individuelle Geschmack als vielmehr die Klarheit, Wertigkeit und Markenidentität des Designs als Ganzes.
Aus Sicht der Werbekunden konnten wir mit der Umstellung die bisher nicht optimale Sichtbarkeit und Placierung der verschiedenen Werbeformate deutlich verbessern.

Warum bauen Sie Meinung und Debatte deutlich aus und platzieren entsprechende Rubriken auch prominenter?
Weil das eine Kernkompetenz der NZZ ist – und sie überdurchschnittlich gut genutzt wird. Zudem wollen wir ganz bewusst unsere Köpfe – die Basis dieser Kompetenz – besser sichtbar machen.

Der News-Feed werde bis auf wenige Stunden in der Nacht von der Redaktion betreut. Setzt da der News-Feed aus oder wird der Unterhalt an eine andere Stelle delegiert?
Nein, derzeit werden wir den News-Ticker zwischen 24h-06h – Ausnahmen ausgenommen – mit dem letzten aktuellen Stand um Mitternacht ohne neue Aktualisierung einfach stehen lassen – wir prüfen derzeit verschiedene Varianten, wie wir auch in diesen äusserst traffic-armen Nachtstunden mit vernünftigem Aufwand allfällige Entwicklungen zeitgerecht abbilden können. Wobei wir bis dato auch keine nächtliche Aktualisierung vorgenommen haben.
Wir verfügen zudem in New York zeitzonen-gerecht über einen Kollegen, der gewisse Aktualisierungen vornimmt, so sich diese aufdrängen. (pd/bn)

 

 


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