18.01.2012

"Weltwoche"

Weiss nichts von Fälschungen

Roger Köppel zu den Hildebrand-Kontoauszügen.

Unter dem Titel: "Wer hat dieses Dokument fabriziert?" schreibt blick.ch am Mittwoch, dass die von der "Weltwoche" am 5. Januar 2012 veröffentlichten Bankauszüge manipuliert sind. Das als zentrales Beweisstück geltende Papier "wurde konstruiert – digital zusammen- geschnipselt, an gewissen Stellen sogar gefälscht." Die Personalien von Hildebrand seien hinzugefügt worden – ausserhalb der Bank. Das sagen zwei unabhängige Quellen gegenüber blick.ch.

Gegenüber persoenlich.com verteidigt Roger Köppel die Berichterstattung der "Weltwoche", sie sei korrekt gewesen. "Die von uns enthüllten Transaktionen sind von allen offiziellen Verlautbarungen und Gutachten zu 100 Prozent bestätigt worden. Herr Hildebrand musste zurücktreten."

Köppel sagt, dass er nichts von Fälschungen wisse. "Den erhobenen Vorwurf der Urkundenfälschung will ich nicht kommentieren, da sich ein solcher Vorgang meinen Kenntnissen entzieht."

Wie die sda am Mittwoch schreibt, erhielt die "Weltwoche" das Dokument offenbar vom Thurgauer SVP-Politiker Hermann Lei, der wiederum in Kontakt mit dem Sarasin-Angestellten stand, welcher die Daten aus der Bank getragen hatte. Gegen Lei und den Informanten laufen bei der Zürcher Staatsanwaltschaft Strafverfahren. Leis Anwalt Valentin Landmann war am Mittwoch nicht erreichbar. Gegenüber dem "Blick" wies er den Fälschungsvorwurf zurück. (eh)


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