09.10.2016

Journalismusforschung

Werbeausgaben lassen Redaktionen kalt

Eine Studie der Universität Zürich zeigt: Zeitungsredaktionen lassen sich nicht von Werbekunden beeinflussen. Untersucht wurden NZZ, «Tages-Anzeiger» und «Blick am Abend».
Journalismusforschung: Werbeausgaben lassen Redaktionen kalt
Das Ausmass der Werbeausgaben hat keinen Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung, so das Resultat einer Studie der Uni Zürich. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Forscher der Universität Zürich haben über den Zeitraum eines Jahres untersucht, ob und wie stark die acht grössten Schweizer Banken über Werbeausgaben die Berichterstattung von drei Zeitungen zu ihren Gunsten beeinflussen können. Die untersuchten Titel NZZ, «Tages-Anzeiger» und «Blick am Abend» liessen sich gemäss der Studie nicht davon beirren, wie viel Geld ein Unternehmen für Werbung ausgibt, berichtet die «Schweiz am Sonntag».

Die Ausmass der Werbeausgaben hatte gemäss dem Forschungspapier keinen signifikanten Effekt darauf, wie viel Text eine Redaktion aus den Pressemitteilungen einer Bank übernimmt. «Wenn es gang und gäbe wäre, dass die Unternehmen über Werbeausgaben Druck ausüben, müsste man das in den Resultaten sehen», sagt Autorin Juliane Lischka vom Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung gegenüber der SaS. Das sei zwar überraschend, weil bisherige Forschungsergebnisse in eine andere Richtung tendierten, decke sich aber mit Journalistenbefragungen, die Mal für Mal zeigten, dass Medienschaffende dem Publikum und nicht den Werbekunden dienen wollten.

Die Studie wird demnächst im international wichtigsten Magazin für Journalismusforschung «Journalism» publiziert. (SaS)


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KOMMENTARE

martina abächerli
09.10.2016 19:59 Uhr
... jetzt musste ich grad das datum checken. haha? , haben wir schon 1. april?
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