21.11.2012

Grossbritannien

Werbeflaute treibt Regionalblätter zu Grossfusion

Mehr als 100 Print-Titel unter einem Dach.

Unter dem Druck sinkender Werbeeinnahmen kommt es auf dem britischen Zeitungsmarkt zum grössten Umbruch seit Jahren. Zwei rivalisierende Verleger schliessen ihre Regionalblätter in einem neuen Pressehaus zusammen, unter dessen Dach damit insgesamt mehr als 100 Print-Titel und 60 Internetseiten vereint werden.

Sie erreichen wöchentlich sechs Millionen Leser und sieben Millionen Online- Nutzer. Beteiligt an der Konzern-Neugründung mit Namen Local World sind der "Daily-Mail"-Verlag, der für seine Regionalzeitungen umgerechnet 78,6 Mio. Franken (52,5 Mio. Pfund) bekommt. Die Yattendon Group bringt 36 Titel in den Verlagsriesen ein, wie am Mittwoch bekannt wurde. Dritter im Boot ist der Konkurrent Trinity Mirror, der sich für 14 Mio. Pfund einen 20-prozentigen Anteil an Local World sichert. Trinity behält seine Titel aber für sich. Der Daily-Mail-Verlag bekommt 39 Prozent, die Yattendon Group 21 Prozent an Local World, bei dem künftig der mit Umstrukturierungen erfahrene Zeitungsmanager David Montgomery den Ton angibt.

Sinkende Werbeeinnahmen machen nicht nur der britischen Presse zu schaffen: In Hamburg steht die "Financial Times Deutschland" vor dem Aus, erst kürzlich hatte die "Frankfurter Rundschau" Insolvenz angemeldet. (sda/dpa)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen