Seit Jahren kann man die Nachrichtensendung im Internet unter www.sf.tv/ videothek jederzeit am Computer betrachten. Eine neue Entwicklung ist, dass sich in immer mehr Wohnzimmern die Zeit zurückschrauben und das Fernsehprogramm der vergangenen 24 Stunden nochmals sehen lässt. Dazu muss man nicht einmal einen Videorecorder besitzen oder gar selbst Aufnahmen machen. Solch zeitversetztes Fernsehen, so genanntes "Replay-TV", gehört heute bei Anbietern wie Swisscom, Sunrise und Zattoo zu den Grundfunktionen ihres TV- Angebotes.
Nicht begeistert vom Replay-TV sind die Fernsehanstalten und insbesondere die Werbeindustrie. Denn beim Betrachten der vergangenen Sendungen kann man auch Vor- und Zurückspulen. Und so die Werbepausen überspringen, was beim bisherigem Live-TV nicht möglich war.
Allerdings bieten TV-Anstalten selbst zahlreiche Möglichkeiten an, Verpasstes nachträglich sehen zu können. So genannte Mediatheken im Internet bieten Tausende von Sendungen teilweise mehrere Jahre lang auf Abruf an. Ursprünglich war der Abruf von Sendungen nur am PC möglich. Moderne Fernseher, so genannte Smart-TVs, können nun aber dank Apps direkt auf die Archive von ARD und ZDF zugreifen.
Für die Mediathek des Schweizer Fernsehens gibt es noch keine passenden Apps. Lediglich die Kunden von UPC Cablecom können an den Set-Top- Boxen auf die Filmkonserven aus dem SRG-Archiv zugreifen. (sda)

