31.01.2008

SRG

Widerstand gegen Zentralisierungspläne

Besorgte Politiker in Bern und Basel.

Am Wochenende wurde bekannt, dass die SRG die Option prüft, Radio und Fernsehen am Standort Zürich zu zentralisieren. Eines ist bereits sicher: In den Städten Bern und Zürich wäre der Widerstand gegen dieses Vorhaben beträchtlich.

"Die Hauptstadt braucht ein Radiostudio", findet Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern. Es käme schliesslich auch niemandem in den Sinn, in Wien oder Paris das Radiostudio zu schliessen. "Wenn man politische Berichterstattung will, dann muss sie am Ort, wo Politik gemacht wird, präsent sein", so Rickenbacher in einem Beitrag der "Aargauer Zeitung". Auch Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät stösst ins selbe Horn: "Es kann doch nicht sein, dass Fernsehen, Radio und gewissermassen auch die Presse in Zürich zentralisiert sind -- das nicht mal in der Mitte der Schweiz liegt." Er würde einen solchen Entscheid regional- und medienpolitisch für "unverständlich halten". Dies erst recht bei einem subventionierten Betrieb.

Auch in Basel, wo SRG mit DRS 2 die Kulturberichterstattung konzentriert, werden die Konzentrationspläne der SRG kritisiert. Ständerätin Anita Fetz befürchtet laut einem Bericht der "Basler Zeitung" negative Folgen für die Berichterstattung aus der Region Basel. Sie findet: "Noch hat die SRG einen Servcie Public-Auftrag wahrzunehmen" -- und dieser sei nicht auf die Region Zürich begrenzt. Der Baselbieter Ständerat Claude Janiak weist im Gegenzug darauf hin, dass die SRG-Radios mit Gebühren finanziert würden, die "zu einem schönen Teil auch aus der Region Basel" stammen würden. Auch die Verwaltungen der beiden Basel sind laut Baz alarmiert. Sie wollen den Regierungen von Basel-Stadt und Baselland vorschlagen, dass diese bei den Gremien der SRG gemeinsam ihre Besorgnis zum Ausdruck bringen.


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