Das renommierte deutsche Finanz- und Wirtschaftsblatt "FAZ" hat "Weltwoche"-Verleger Roger Köppel ein ausführliches Porträt gewidmet. Unter dem Titel "Auf Angriff gebürstet" beschreibt Wirtschaftsredakteur Philip Plickert den 46-Jährigen als "grössten Unruhestifter der Schweizer Medienszene" und erwähnt explizit den Fall Hildebrand, den die "Weltwoche" mit ihren Enthüllungen ins Rollen brachte. Keine andere deutschsprachige Zeitschrift schreibe derart scharf gegen den Steuer- und Wohlfahrtsstaat, der die Bürger entmündige. Gegen Sozialleistungsmissbrauch, den die Linke schweigend dulde. Gegen eine unkontrollierte Zuwanderung, welche schwer zu integrieren sei.
Plickert zeichnet Köppels journalistischen Werdegang nach. Samt jenes Interviews mit SVP-Oberhaupt Christoph Blocher, das für den vormals politisch Unentschlossenen zur "intellektuellen Wende" wurde. Gehalten ist der Text eher neutral. Vielleicht gar etwas zu sehr auf Köppel-Linie: "Mit seiner 'Weltwoche' attackiert er den linksliberalen Mainstream", schreibt Plickert etwa schon im Lead. Und setzt dabei vorraus, dass es jenen linksliberalen Mainstream tatsächlich gibt. (ads)

