03.08.2022

Mexiko

Wieder ein Journalist getötet

Der Journalist Ernesto Méndez wurde bei einem Angriff auf eine Bar erschossen. Mindestens elf Journalisten kamen bereits dieses Jahr in Mexiko im Zusammenhang mit ihrer Arbeit ums Leben.

Bei einem Angriff auf eine Bar in Mexiko ist ein Journalist getötet worden. Ernesto Méndez sei bei der Attacke in der Stadt San Luis de la Paz im Bundesstaat Guanajuato erschossen worden, teilte die Organisation zum Schutz der Pressefreiheit Article 19 am Mittwoch mit. Örtlichen Medien zufolge kamen bei dem Angriff mindestens zwei weitere Menschen ums Leben.

Demnach eröffneten bewaffnete Angreifer in der Nacht auf Mittwoch das Feuer in einer Bar, die der Familie des Journalisten gehört. Méndez, Direktor der Nachrichtenseite «Tu Voz», war den Berichten zufolge zuvor bedroht worden.

In Mexiko wurden in diesem Jahr mindestens elf Reporter getötet. Article 13 verzeichnet sogar 13. Ob der Angriff mit Méndez' Arbeit als Journalist zu tun hatte, war zunächst unklar.

Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen sieben Journalisten in Mexiko im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Der lateinamerikanische Staat war damit zum dritten Jahr in Folge das gefährlichste Land für Journalisten. Oft sind es Drogenkartelle und korrupte Lokalpolitiker, die gegen die Presse vorgehen. (sda/dpa/mj)



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