14.06.2012

FAZ

Will möglichst bald Paywall einrichten

Kostenpflichtige Inhalte im Netz, nach Vorbild der NZZ.

Tobias Trevisan, der Schweizer Geschäftsführer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung, spricht in einem aktuellen Interview mit dem Medium "Wirtschaftsjournalist" recht konkret über das Thema "Paywall". Demnach will die renommierte Frankfurter Zeitung den Schritt zu einer Bezahlpflicht für ihre Online-Inhalte "möglichst bald machen". Man beschäftige sich intensiv mit dem Thema, es gibt aber laut Trevisan noch keinen festen Zeitpunkt. Vorbild sei aber die NZZ, mit der die deutsche Zeitung verpartnert ist.

"Für die 'FAZ' sind Bezahlinhalte Teil einer Qualitätsstrategie. Und wie die genau aussieht, diskutieren wir gerade", so Trevisan im "Wirtschaftsjournalist". Trevisan glaubt, dass eine Bezahlpflicht nur dann Erfolg hat, wenn die Inhalte "online eine genauso hohe Qualität haben wie in der Zeitung. Das ist online generell noch nicht so, was daran liegt, dass es derzeit immer noch darum geht, die Reichweiten hochzutreiben."

Man sei heute in einem Geschäft, das sich am Massenmarkt orientiere, fasst der deutsche Branchendienst Kress Trevisans Ausführungen zusammen. Die "FAZ" habe als "Qualitätstitel" dafür nicht die besten Voraussetzungen, andere wie "T-Online" oder "bild.de" könnten das besser, erklärt der Schweizer weiter. Die Werbepreise im Netz würde von den Grossen bestimmt. "Das führt zu unattraktiven Dumpingpreisen in der Onlinevermarktung." (kress)


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