08.12.2011

Reporter ohne Grenzen

Zeichnet syrischen Karikaturisten aus

Auch "Weekly Eleven News" erhält Preis für Pressefreiheit.

Der bekannte syrische Karikaturist Ali Farsat und die burmesische Wochenzeitschrift "Weekly Eleven News" sind mit dem diesjährigen Preis für Pressefreiheit der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) ausgezeichnet worden.

"Wir ehren einen mutigen Journalisten, der Opfer der blutigen Unterdrückung eines archaischen Systems ist", sagte der RSF-Vorsitzende Jean-François Julliard am Donnerstag bei einer Feierstunde in Paris. Die Karikaturen von Farsat zeigten mit dem Finger auf die Auswüchse eines in die Enge getriebenen Regimes. Zugleich ermutigten sie die Syrier, ihr Recht auf freie Meinungsäusserung einzufordern.

Farsat war bereits Ende Oktober gemeinsam mit vier anderen Aktivisten des arabischen Frühlings mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments ausgezeichnet worden. Er nahm in seinen Karikaturen wiederholt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und Regierungsvertreter ins Visier. Im August wurde er von maskierten Bewaffneten mitten in Damaskus brutal niedergeschlagen. Die feierliche Preisverleihung des Sacharow-Preises ist am kommenden Mittwoch im Europaparlament in Strassburg geplant.

Mit "Weekly Eleven News" solle eine Zeitschrift gewürdigt werden, "die nie vor den Scheren der Zensur zurückgewichen ist", sagte Julliard weiter. Ihre Redaktion sei jederzeit gegen die Militär-Junta in Burma aufgestanden. Damit riskierten die Redaktoren Haftstrafen. Der Preis für Pressefreiheit wird von RSF seit 1992 jeweils an einen Journalisten und ein Medium vergeben. Die Preisträger werden von einer Jury ausgesucht, der Journalisten und Menschenrechtsaktivisten angehören. In diesem Jahr hat sich die Pariser Abendzeitung "Le Monde" der Initiative angeschlossen. (sda/afp)


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