02.05.2014

Arte/ARD

Zeigen Fernsehfilm über "Spiegel"-Affäre

Verteidigungsminister Strauss löste 1962 eine Debatte über Pressefreiheit aus.
Arte/ARD: Zeigen Fernsehfilm über "Spiegel"-Affäre

Es gilt als einer der wichtigsten Ereignisse der deutschen Pressegeschichte nach 1945: Die sogenannte "Spiegel"-Affäre von 1962. Verteidigungsminister Franz Josef Strauss von der CSU liess aufgrund eines Artikels über die Bundeswehr die Redaktion des Nachrichtenmagazins durchsuchen und warf Herausgeber Rudolf Augstein Landesverrat vor.

In der Folge entzündete sich eine Debatte über die Pressefreiheit, aus der diese gestärkt hervorging. Strauss musste aus der Regierung von Bundeskanzler Konrad Adenauer zurücktreten. Das Bundesgericht wies später alle Vorwürfe gegen den "Spiegel" zurück, da keine Beweise für einen wissentlichen Verrat vorlägen.

Arte und ARD zeigen die Geschichte nun als "packenden Fernsehfilm im 'Mad Men'-Stil", wie die deutsche Tageszeitung "Die Welt" am Freitag schreibt (in der Online-Version mit anderem Lead).

Rudolf Augstein wird gespielt von Sebastian Rudolph (im Bild unten links hinter dem Schreibtisch), sein Kontrahent Franz Josef Strauss von Francis Fulton-Smith. Regie führte Roland Suso Richter.

Der Film kommt am Freitag, 2. Mai, auf Arte, sowie am Mittwoch, 7. Mai auf ARD, jeweils um 20.15. (lmy)

Bilder: Wiedemann & Berg Film/Roland Suso Richter


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