19.04.2012

EU

Zeitung mit Sonderbeilage zur Schweiz

Korrespondent der "La Liberté" hat Berichte koordiniert.

Die Schweiz fasziniert, sie irritiert ihre Partner in der Europäischen Union (EU) aber auch oft. Das zweisprachige Informationsblatt "Europolitique" in Brüssel widmet dem "weissen Fleck auf der EU-Karte" an diesem Freitag eine dicke Sonderbeilage. Unter dem Titel, der etwas frei übersetzt "eine schrecklich nette Familie" heissen könnte, wird auf über 30 Seiten aufgeräumt mit Klischees. Statt Schokolade und Uhren berichten Mitglieder der 13-köpfigen Redaktion von "Europolitique" über Verkehr, Elektrizität, Forschung und Aussenpolitik.

Alle Themen werden thematisiert mit Blick auf die Schweiz, "das kleine, bessere Europa", wie der Chefredaktor Pierre Lemoine in seinem Editorial schreibt. Faszinierend sei, "dass alles mehr oder weniger gut funktioniert, aber es funktioniert!". Die Schweizer Wirtschaft bleibe in der Krise solide und die Arbeitslosigkeit tief. Irritierend wirke die Schweiz, die doch der EU kulturell, philosophisch und politisch so nah stehe, dadurch, dass sie "trotz aller Affinitäten, immer weniger daran interessiert zu sein scheint, Mitglied der EU zu werden." Sie sei die Nase mitten im Gesicht, aber auch das Loch in der Mitte der Malerpalette oder das fehlende Teil des Puzzles, schreibt Lemoine weiter.

Koordiniert wurde die Beilage von Tanguy Verhoosel. Der belgische Journalist arbeitet für "Europolitique", aber auch seit über zwanzig Jahren für verschiedene Westschweizer Zeitungen. Momentan ist er Korrespondent für die Freiburger Tageszeitung "La Liberté".

"Europolitique" erscheint täglich als Informationsblatt auf Französisch und Englisch. Der Dienst ist nur im Abonnement erhältlich, stösst aber in den EU- Institutionen in Brüssel und bei den ständigen Vertretungen der EU-Länder sowie Drittstaaten wie der Schweiz auf viel Aufmerksamkeit. Die genauen Abonnementszahlen werden nicht kommuniziert. (sda)


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